Musikbeispiele

Die Beispiele auf dieser Seite liegen im MP3 Streaming Format vor (M3U), meistens mit 128kbit/s Bandbreite. Sie sollten problemlos mit iTunes, RealPlayer, Windows Media Player oder anderen verbreiteten Plug-ins abspielbar sein. Da unsere Produkte nicht direkt Audio ausgeben, hängt die tatsächliche Soundqualität allein davon ab, welches Equipment Sie am Ende selbst einsetzen.

Die meisten Beispiele wurden aufgenommen mit NI Akoustik Piano, Garritan Personal Orchestra (GPO) und den internen Software Synthesizern von MacOS X und Windows.

1. Quasi-menschliche Performance

Dieses Fragment ist eine recycelte und wiederverwendete Textur aus einem Stück von Claude Debussy ("Reverie"). Es wurde mit völlig anderen Akkorden gerendert - denen von "Angel Eyes" - und nachbearbeitet mit einem quasi-menschlichen Rubato im Shift parameter.

Reverie Revisited

2. Orchesterpassage

Dieser Ausschnitt zeigt einen Schnellentwurf für eine Filmmusik. Der Aufwand war ingesamt etwa eine Stunde. Es wurden Motive von Anton Bruckner's siebter Symphonie analysiert und importiert, jedoch stark bearbeitet und modifiziert, so dass das Original kaum noch zu erkennen ist. Jede Variation spielt unverändert die selben Figuren, jeweils jedoch mit anderer Harmonie.

Variation 1 in G Dur

Variation 2 in Fis Moll

Variation 3 moduliert durch 6 Tonarten

3. Trennung von Form und Inhalt

Das Grundprinzip von Synfire beruht auf der Trennung von Form (Figur/Textur) und Inhalt (Harmonie). Beides kann vom Komponisten unabhängig voneinander gestaltet und dann zusammen gebracht werden. Hören Sie nun ein Arrangement für welches dreimal der Inhalt komplett ausgetauscht wurde. Einfaches Ziehen und Ablegen mit der Maus war dazu ausreichend:

Original in B

Einhundert Millisekunden später: Exakt das selbe Arrangement, nur mit komplett anderer Harmonie:

Abwandlung in D

Nochmal abgewandelt, wieder exakt das selbe Arrangement:

Abwandlung in Fis

Versuchen Sie sich vorzustellen, was diese Möglichkeit für Ihre Arbeit bedeuten würde. Sie kramen altes Zeug aus der Kiste und kombinieren es mit neuen Inhalten und Formen aus anderen Quellen. Innerhalb von 1-2 Stunden stehen Sie vor einem Werk auf das Sie sonst nie gekommen wären. Jedenfalls nicht so leicht.

(Beispiele gerendert auf Native Instruments "Acoustik Piano" und Garritan Personal Orchestra)

4. Rekombination und Morphing

Morphing erlaubt es zwei beliebig komplexe Phrasen langsam ineinander überzublenden, wobei wieder neues Musikmaterial - quasi aus dem Nichts - entsteht. In Verbindung mit anderen Techniken kann man so in sehr kurzer Zeit relativ lebendige und komplexe Stücke erstellen.

In diesem Beispiel wurde Morphing auf drei Phrasen des Pianos angewendet. Daher scheint es so, als würde der Pianospieler die ganze Zeit etwas neues improvisieren. Die Flöten sind übrigens aus einem Bach-Konzert entwendet und hier hineinkopiert worden. Sie spielen im 6/8 Takt während das Piano 4/4 spielt. Man wundert sich manchmal, was alles geht!

5. Virtuelle Musiker

Synfire simuliert virtuelle Musiker, die für Sie in Echtzeit die Akkorde spielen, die Sie gerade in einer der vielen farbigen Harmonie-Paletten anklicken. Für jeden Akkord müssen Sie nur 1x klicken, und die Band spielt solange, bis Sie den nächsten Akkord drücken. Die gesamte Performance wird dabei lückenlos ausgeführt, als hätte die "Band" das Stück bereits vorher eingeübt.

D C# | C#aug F#sus4 | C#sus4 D | Fdim F#m |
C#sus4 C#aug | C# C#7sus | F#sus4 F#m | C#sus4 F#m

Das selbe Motiv mit anderen Akkorden:

G D | A Bm | G A | D Bm |
G D | A B7 | Em7 A | F# B |

(Beispiele gerendert auf Malmsjö Acoustic Grand")

6. Entwicklung eines Themas

Während Synfire hervorragende Möglichkeiten für Pop- und Jazz-Kompositionen bietet, liegt seine größte Stärke darin, mit komplexen Arrangements umgehen zu können.

Andre Schnoor: "Hier habe ich einige Figuren zusammengeworfen und mich auf die Schnelle an einem Stück versucht. Die Figuren sind (fast) alle aus dem selben Ausgangsmotiv entstanden, wodurch eine sehr organische Textur entsteht. Es hat circa eine Stunde gebraucht, bis ich das Material zusammen hatte. Ich mochte es, aber die Harmonien waren mir noch zu beliebig ..."

1st Try:

"Dann habe ich auf meiner Festplatte nach einem geeigneten harmonischen Gerüst gesucht und es darüber gelegt. Ich finde es ist viel dramatischer und passt wesentlich besser zu der Textur. Ich mochte es auf Anhieb und habe nichts mehr verändert ..."

2nd Try:

Zeitbedarf insgesamt: Circa 1 Stunde. Die Beispiele wurden auf dem Garritan Personal Orchestra abgespielt.

7. Harmonische Analyse

Ein Beispiel aus der Klassik. Es demonstriert den aktuellen Stand der automatischen harmonischen Analyse (d.h. Akkorde anhand von Melodien zu bestimmen). Zu jeder Melodie gibt es hunderte möglicher Harmonisierungen. Daher ist es die wichtigste Aufgabe einer guten Analyse, hier die wahrscheinlichste herauszufinden. In diesem Beispiel wurde die Entscheidung des Systems an vier Stellen manuell korrigiert. Der Rest war akzeptabel. Angesichts der Länge des Stücks ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis:

Eingabe: Auszug von J.S. Bach:

Harmonisiertes Ergebnis (Akkorde zugemischt):

Intern wird der Analyser laufend zur Umwandlung von MIDI-Daten in harmonie-unabhängige Figuren eingesetzt, denn anders kann die "Bedeutung" dessen was eingespielt wurde, nicht erfasst werden. Es ist aber besonders schön, dass er auch dazu eingesetzt werden kann, zu einer Melodie die passenden Akkorde zu finden.


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